Illustration auf den Bremer Altbautagen

Ich wurde auf die diesjährige hanseBAU Bremen eingeladen und machte mich an einem frostig windigen Sonntag auf , um in den Bremer Messehallen die regionalen Aussteller und ihre Themen unter die Lupe zu nehmen. Auf der hanseBAU erwarteten mich Gartenteiche, Wärmekissen, Baufinanzierungen und Luftballons in allen Farben, zudem konnte ich entspannten Fußes durch die Hallen schlendern – die Messe war gut besucht, aber nicht zu voll in diesem Jahr. Die Halle 7 beherbergte die Bremer Altbautage der Bremer Energie-Konsens GmbH und hier standen Experten mit Rat zur Seite in Sachen Haussanierung und Co. Für die Ausstellung “Klimaangepasstes Modernisieren und Bauen” konzipierte ich mit Ecolo und Thorsten Breyer eine bunte Infofläche – einige Eindrücke möchte ich an dieser Stelle gerne teilen.


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Goodgang - die Gang für gute Dinge

Wärmste Empfehlung für den in der Tür stehenden Herbst: Kuschelige FUCK AFD-Hoodies der Goodgang (zu beziehen im Goodgang Shop hier) und die wollene LIEBEMÜTZØ (erhältlich in Maximalmint, Bestburgundy und Superschwarz und ganz neu auch: Krasskorall, Banananblau und Rockingrost, zu beziehen im Goodgang Shop hier).

Fistfull of Love: Die bananenblaue Liebemütze der Goodgang (Supportthekidsandthemakers)

Fistfull of Love: Die bananenblaue Liebemütze der Goodgang (Supportthekidsandthemakers)

Pro Hebammenhilfe

Werdende Mütter genießen in Deutschland (noch) das von den hiesigen Krankenkassen getragene Prinzip der freien Wahl eines Entbindungsortes. So können sowohl Geburtshäuser und Hausgeburten als auch Kliniken in Betracht gezogen werden – die bisherige Nutzung dieser Bandbreite steht leider auf dem Spiel. Der deutsche Hebammenverband macht sich seit langem stark für die Erhaltung dieser Auswahl und kämpft gegen die Entmündigung der Mütter. Die noch andauernden Vertragsverhandlungen mit dem deutschen Hebammenverband und den Krankenkassen nutzen die Krankenkassen zudem für Forderungen, die die Einstiegshürden in die freiberufliche, außerklinische, geburtshilfliche Tätigkeit so hoch setzen, dass es für Hebammen unattraktiv bis unmöglich ist, diese Leistung überhaupt anzubieten. Eine gesellschaftliche und politische Wertediskussion solle dringend angeschoben werden, um zeitnah zu klären, wie hoch das Selbstbestimmungsrecht der werdenden Mutter in Deutschland anzusetzen ist und wo das Durchgriffsrecht der Krankenkassen beginnen darf. Mehr über den Stand der Verhandlungen erfährt man jetzt in der von Katharina Jeschke (Verhandlungsführerin des Deutschen Hebammenverbandes) verfassten Präsentation, die mit der in Bremen ansässigen Agentur artundweise konzipiert wurde.

KLEINKARIERT.

Nachbarn in Deutschland – mein visueller Ausblick über den Gartenzaun.

Beim Aufräumen stolperte ich heute über eine ältere Arbeit zum Thema "Spießbürgertum".
Ich bekomme grad nicht übel Lust, meine aktuelle Sicht der Dinge hinzu zu nehmen, denn das sogenannte Miteinander-Leben / Miteinander-Arbeiten zeigte in den letzten Monaten völlig neue, interessante Seiten. Ja, das große Thema "kulturelle Vielfalt" steht neben "Meinungsfreiheit" auf meiner To-Research-Liste (ach, und damit würden nicht nur die komischen Phänomene wie PEGIDA & Co ihr Fett weg bekommen). 

Café Lisboa | Live Sessions

In der Bremer Lahnstraße tut sich was: Das kleine, portugiesische Eck-Café wartet seit Anfang des Jahres mit einem monatlichen Kulturprogramm auf. Neben dem täglichen Cafébetrieb findet im gelb-blauen Kleinod der Bremer Neustadt nun Live Musik statt, immer freitags von 19 bis 21 Uhr.
Desweiteren finden dort offene 
Gesprächsrunden statt (im März mit Susanne Wendland, Sozialpolitische Sprecherin DIE GRÜNEN), ein offener Schach-Club für Laien und Kenner, sowie das Treffen der "Interessensgemeinschaft Lahnstraße". Aktuelle Monatsinfos findest Du hier auf der Facebook-Seite.

Grand Theft Überseestadt Bremen

Illustration: C. Babbel | Fotografie: H. Kühnert (artundweise)

Das Multi-Player-Game eröffnet neue Möglichkeiten der Teilhabe am Projekt "Überseestadt Bremen": Der Spieler startet im Anfänger-Modus und beginnt mit ersten, leicht zu händelnden Aufgabenstellungen, die der Charakter zu erfüllen hat. So kann es sein, dass man als hungernder Architektur-Student ohne festen Wohnsitz die Postsendungen einer Immobiliengesellschaft austragen muss. Oder man driftet als Fischhändler des Großmarkts zwischen Kunst-Studenten, Prostituierten und dem Drogen-Kartell umher – immer auf der Suche nach dem nächsten Job. Gewinnt man Vertrauen und häuft ein erstes Kapital an, so ist der langsame Aufstieg in der Überseestadt wirklich interessant und hat dank der futuristischen Grafik echtes Suchtpotential. Insgesamt 23 Level fordern Laien und Fortgeschrittene gleichermaßen heraus – ist man mit einer Map fast vertraut, so baut sich am anderen Ende des Quartiers wieder eine neue Szenerie auf, die es zu erkunden gilt. Und: Wer mit der Welt des Handels und den Wirren der Kreativ-Szene noch nicht genug hat, den zieht es auf den detailgetreu nachgebildeten Skatepark. In Anlehnung an andere Real-Life-Games kehrt der Charakter am Ende jedes Levels hundemüde nach Haus, in diesem Fall fällt man mit 3-Tage-Bart und Hipster-Shorts in die gestärkten Federn eines Bettes, welches man unter "Einstellungen" an die individuelle Beschaffenheit des imaginären Körpers anpassen kann.


DU willst dieses Multi-Player-Game? Dann sicher DIR jetzt deinen virtuellen Ausflug mit GTÜ, GRAND_THEFT_ÜBERSEESTADT. 

 

Begehung im Tabakspeicher IX

Ein schnaufender LKW zieht Kohlen vom Betriebsgelände, ein Polizist in Uniform beäugt die jungen und jung gebliebenen Besucher und ich reihe mich in eine gespannte, wartende Menge ein: Am Mittwoch, den 15. Oktober 2014, versammeln sich an die 100 Raumsuchenden vor dem Tabakspeicher IX im Bremer Stadtteil Woltmershausen. Die Bremer Zwischenzeitzentrale hatte gerufen und diesem Ruf wollte ich gern folgen, handelt es sich doch um die Begehung eines besonderen Leerstands – in den weitläufigen Lagerhallen des Speichers IX der Brinkmann-Gruppe wurde einst Tabak in rauen Mengen gelagert. Und das rieche ich, als ich den kolossalen Speicherraum betrete.

Neben mir schreiten ein paar Frauen mit bunten Schals sofort den Raum ab und kartieren die Lage: "Von der Wand mit dem kleinen Fenster bis zur ersten Säule hätte ich fünf Meter", diktiert die eine ihrer Freundin, welche akribisch einen Lageplan mit Maßeinheiten aufzeichnet. Gleich daneben schwärmen bärtige Musiker aus, um den Hall des ungedämmten Raumes zu erkunden – ich treffe auf Champignon-Züchter, Malerinnen, Designer und Kaffee-Röster. Eine erstaunliche Vielfalt offenbart sich in diesem Gemenge, und: Alle vor Ort zur besten Tageszeit, es ist 14.30 Uhr. Schon gleich wird klar gemacht, dass sich von nun an viel bewegen wird. Umbau-Maßnahmen müssen erfolgen, Sicherheit und Fluchtwege neu bedacht werden und die Strukturierung der Interessen und Möglichkeiten wird in den nächsten Wochen und Monaten erfolgen. Ich für meinen Teil bin dankbar, dass diese Räume geöffnet wurden und ich den frischen Winde des gegenseitigen Austausches an diesem Tag schon mal schnuppern durfte.

ABSOLUT BLANK Kampagne

In der ABSOLUT BLANK Kampagne zeigt ABSOLUT die Entstehung eines kreativen Ergebnisses vom Anfang bis zum Ende. Die Sammelausstellung in Hamburg bildete den Abschluss einer dreimonatigen Eventreihe, die von April bis Juni 2013 durch 37 nationale Clubs und Bars tourte. Die gezeigten Werke sind das Ergebnis aus live Paintings, bei denen die Gäste den kreativen Prozess vom ersten Pinselstrich bis zur Fertigstellung miterleben konnten. Pro Veranstaltung entstanden drei Kunstwerke, die im Anschluss an die Vernissage in die jeweilige Location zurückkehrten und vor Ort als ständige Ausstellung zu sehen sind. Für den Event in Bremen gestaltete ich live insgesamt 3 ABSOLUT-Unikate in der LemonLounge. In die Hand genommen wurde das ganze von LUKI, einen Mitschnitt der Vernissage in der Hamburger Süsswarenfabrik findest Du hier.

In eigener Sache.

Meine Visitenkarten sind eingetroffen und ich bin richtig begeistert: Auf 600 Gramm "Mohawk" gedruckt, mit dunklem Farbschnitt und brillanten Farben – auf der Vorderseite meine Kontaktdaten, auf der Rückseite wechselnde Motive aus meinem Fundus. Die Karten sind ungefähr 3mal so dick wie normale Visitenkarten, allein das sorgt schon für eine ganz besondere Haptik. Und damit ich jetzt nicht in Versuchung komme, am Wochenende “Memory“ zu spielen, sollten Sie sich jetzt Ihr Wunschmotiv sichern und eine meiner Karten Ihr Eigen nennen.

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The Final Countdown

Raus aus der staubigen und feuchten Bunkerluft: Die Instrumente und Lungenflügel der Musiker freuen sich ob der neuen Räumlichkeiten von ITS PUBLIQUE in Bremen. Die Band tat sich mit Friedrich Thein zusammen und entwickelte einen natürlichen Klangraum: Ein Raum-in-Raum-Konzept, das im Sommer 2014 nach intensiver Arbeit fertig wird. Hanfwolle, Quartzsand und verschiedene Hölzer wurden als Dämmung zu allen Seiten zum Einsatz gebracht, da sich das Musikstudio im direkten Kontakt zum Wohnbereich befindet.

Über viele Jahre tüftelten die vier Musiker an unzähligen Aufnahmesituationen, zogen mit ihren Instrumenten aus einem Bremer Bunker in die eigenen vier Wände und was sich gleich ganz anders anfühlte: Der Sauerstoffgehalt im Blut. Die Frische im Kopf zu bewahren, das ist nun kein Thema mehr und auch den Instrumenten scheint es in dem neuen Klima besser zu gehen. Was sich aber ganz neu definiert ist die eigene Akustik in den Räumen, umgesetzt durch Friedrich Thein, seines Zeichens Tonmeister, Musiker und Produzent aus dem Bremer Umland.